Der Wasserkurort
Ocna Sibiului
Die
ersten systematischen Forschungen zu den heilenden
Fähigkeiten der Salzseen wurden 1820 durchgeführt.
Nach diesen Untersuchungen wurde allmählich
der Kurort eingerichtet. In der Nähe des Sees
wurde eine Badekabine erbaut, es wurden Bäume
gepflanzt, es wurden Pavillons für warme und
kalte Bäder errichtet. Der Kurort wurde am
20. Juni 1858 offiziell eröffnet. Zwischen
1906 und 1909 hat man den zentralen Pavillon
und das Badehaus erbaut, das auch heute noch
existiert. Es verfügt über Säle für warme
Bäder, für Schlammpackungen, für Aerosoltherapie,
Schwimmbecken. Im 1948 wurde das Bad Salzburg
zum festen Kurort.
Der Wasserkurort hat eine Kapazität von 144
Betten im Hotel, 150 Betten in touristischen
Hütten und 80 Plätze im Feriendorf für Schulkinder.
Die Kantine - das Restaurant des Kurortes
- hat eine Kapazität von 300 Personen pro
Abend.
Neben den genannten Pavillons hat der Kurort
noch das Schwimmbad mit den Seen Horia, Closca
und Crisan, gebildet durch die Flutung von
sechs alten Bergwerke (7.848 qm bei einer
Tiefe von 44,5 m, 34,55 m bzw. 44 m). Zu diesen
kommen noch die Seen in der Nähe der Eisenbahnstrecke
Hermannstadt - Kleinkopisch (Copsa Mica) hinzu.
Die wichtigsten sind der „bodenlose See",
entstanden an der Stelle der ehemaligen Saline
„Francisc-Grube", die im Jahre 1775 aufgegeben
wurde (1.665 qm., 32 m Tiefe) - zum Naturmonument
erklärt, mit der stärksten Ausprägung des
Phänomens der Heliothermie; der „Lacul Ocna
pustie" (Avram Iancu), entstanden an
der Stelle der ehemaligen Saline Fodina Maior,
aufgegeben im Jahre 1817 - 160 m Tiefe, damit
der tiefste künstliche Salzsee Rumäniens,
Der See „Brâncoveanu", an Stelle einer
Saline, die 1699 verlassen wurde, der salzigste
See von Salzburg (310 g/l Salzgehalt); der
„Ocnita-See", verbunden mit dem See „Ocna
Rustic" (200 g/l - Salzgehalt), die Seen
„Inului", „Mâtelor", der „Lacul
cu namol" („See mit Schlamm").
Das Wasserschutzgebiet des Kurortes umfasst
53 Hektar, 14 künstliche Salzseen wie weitere
kleinere Seen, die auf natürliche Weise entstanden
sind. Die große Tiefe der Seen ist erklärbar
durch die langjährige Ausbeutung der Bergwerke
seit der Antike und im Mittelalter.
Die natürlichen Faktoren für eine Kur sind
das salzhaltige Wasser der Seen mit heliothermischem
Effekt, mit einer Konzentration von 180 bis
310 g/Liter, der fossile Faulschlamm, isotonisches
Wasser mit Natriumchlorid und leicht bikarbonathaltig
aus der Horia-Quelle, mildes Klima der Ebene.
In Salzburg werden mit außergewöhnlichen Ergebnissen
Krankheiten des Bewegungsapparates, chronisches
Rheuma, Gelenkentzündungen wie auch verschiedene
gynäkologische Beschwerden behandelt. |